- Das Porträt einer komplizierten, missverstandenen Persönlichkeit
- Das Dilemma eines führenden Politikers, der es sich mit dem Volk verscherzt
- Von einem Experten für die römische Kaiserzeit
- Philipp von Zabern in der Verlag Herder GmbH
- 1. Auflage 2021
- Gebunden
- 272 Seiten
- ISBN: 978-3-8053-5258-1
- Bestellnummer: P6652580
Was ist wirklich dran am schlechten Ruf des römischen Kaisers Tiberius?
Ein Politiker braucht ein dickes Fell und muss etwas aushalten können. Wer dem Unmut der Bürger nicht durch geschickte Selbstvermarktung begegnen kann, dem bleibt nur, seinen Hut zunehmen. Was aber, wenn ein Rücktritt ausgeschlossen ist – wie bei einem Kaiser des römischen Weltreichs? Tiberius (14–37 n. Chr.) hatte nicht dieses „dicke Fell“. Ein Rückzug ins Privatleben war für ihn nicht vorgesehen, und so entzog er sich nicht seinen Pflichten, wohl aber der Öffentlichkeit, flüchtete sich nach Capri. Aber war der Augustus-Nachfolger und zweite Kaiser des Römischen Reiches tatsächlich ein schlechter Regent? Was ist dran an den Exzessen, über die römische Geschichtsschreiber berichten?
Holger Sonnabend zieht in dieser Biografie Bilanz. Er ergründet die politischen Leistungen des zweiten römischen Kaisers und verfolgt seinen Lebensweg. Es entsteht das Bild eines klugen und weitsichtigen, zugleich aber komplizierten und unglücklichen Mannes, der wegen seiner mangelnden kommunikativen Fähigkeiten das Volk verlor.


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