- Verlag Herder
- 1. Auflage 2025
- Gebunden
- 216 Seiten
- ISBN: 978-3-451-02665-2
- Bestellnummer: P026658
Das II. Vatikanum – ein konfliktträchtiges Erbe
Das 2. Vatikanische Konzil nimmt in der katholischen Kirche einen nahezu mythischen Platz ein. Es löst nostalgische Aufbruchserinnerungen aus, die den „Geist des Konzils“ beschwören, um Reformagenden zu begründen und zu erneuern. Zugleich löst es Skepsis und Abstoßungseffekte aus. Der Verdammung des Konzils durch Traditionalisten entspricht seine normative Bollwerkfunktion für diejenigen, die nach dem Konzil gegen die konservative Eingrenzung seiner Reformperspektiven kämpften. Es handelt sich um Kirchenkonflikte, die auf dem Konzil ausgehandelt wurden und seine Rezeption bis heute bestimmen. Sie machen sich nicht nur an den Gegensätzen katholischer Positionen fest, sondern haften auch an Widersprüchen, die das Konzil durchziehen. Sie setzen sich in offenen Problemlagen fort.
Im Zuge der synodalen Transformation der römisch-katholischen Kirche brechen sie auf.Das Buch lenkt den Blick auf die Aushandlungsprozesse, mit denen sich das 2. Vatikanische Konzil auf die Herausforderungen seiner Zeit eingelassen hat. Indem es das Konfliktpotenzial der widersprüchlichen Hinterlassenschaft des Konzils freilegt, erinnert es sechzig Jahre nach seinem Abschluss an seine bleibende Bedeutung.



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